michalis pichler
| c u r r e n t |        | b o o k s |          | € 1 - 99 |          | € 100 - 999 |          | € 1000 + |          | i n f o |         
 

Was ist Kunst? Seit dem 19. Jahrhundert wird diese Frage ununterbrochen gestellt, an den Kuenstler ebenso wie an den Museumsdirektor und den Laien. In der Tat halte ich es fuer wenig legitim, die Kunst definieren zu wollen, ja diese ganze Fragestellung ernsthaft betrachten, wenn man nicht folgende Konstante im Blick hat: die Transformation der Kunst zur Ware. Dieser Prozess hat sich heute so weit beschleunigt, dass kuenstlerische und kommerzielle Werte einander ueberlappen. Wenn es sich um ein Phaenomen der Verdinglichung handelt, bildet die Kunst eine singulaere Darstellung dieses Phaenomens, eine Form von Tautologie. Sie laesst sich somit als Affirmation rechtfertigen und nimmt zugleich eine neue Existenz an. Doch diese Nuetzlichkeit der Kunst bleibt zu beweisen, nicht anders als der Wert einer solchen Definition. In der Tat ist sicher, dass die Kommentare ueber die Kunst der oekonomischen Bewegung folgen. Uns erscheint es alles andere als gesichert, dass diese Kommentare politischen Charakter haben koennen. Als gefangene ihrer Phantasmen und ihres magischen Gebrauchs ziert die Kunst unsere buergerlichen Waende als Zeichen der Macht – sie begleitet die Peripetien unserer Geschichte wie ein kuenstlerisches Schattenspiel, dem gegenueber man so seine Zweifel hegt.

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Herr Neunmalklug gehoert zu meinen Kunden. Er liebt Neuigkeiten. Er, der die anderen zum Lachen bringt, nimmt mein Alphabet zum Vorwand, einmal selbst etwas zu lachen zu haben. Mein Alphabet ist ein gemaltes. All das ist obskur, die Leser sind gehalten, in diese Nacht einzutreten um hier eine Theorie zu rezipieren oder bruederliche Gefuehle zum Ausdruck zu bringen. Diese verbinden die Menschen, vor allem aber die Blinden.

M.B

 

 

© 2006 michalis pichler